Aufgrund der geopolitischen, geoökonomischen und geoökologischen Bedeutung der sich durch Klimaerwärmung besonders rasant verändernden Nordpolarregion, strebt die Bundesregierung an, die Arktis zu einem zentralen Thema deutscher Politik zu machen. Gegenstand der deutschen Interessen sind dabei sowohl der schonende Umgang mit der Arktis zum Erhalt der arktischen Biodiversität, als auch die sich für die deutsche und europäische Wirtschaft bietenden Perspektiven (aus: Leitlinien deutscher Arktispolitik - Verantwortung übernehmen, Chancen nutzen. Auswärtiges Amt, November 2013).

Die mit dem Rückgang des Meereises verbundene einfachere Zugänglichkeit und die damit einhergehende verstärkte wirtschaftliche Nutzung der Arktis bergen Chancen und Risiken. Die deutsche Arktisforschung hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihrem anerkannt hohen Leistungspotenzial in den Bereichen Forschung und Entwicklung einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Region zu leisten (aus: Schnelle Veränderungen in der Arktis: Polarforschung in globaler Verantwortung. Bundesministerium für Bildung und Forschung, 2015).

Neben dem Auswärtigen Amt, das Deutschland im Arktischen Rat vertritt, und dem für die Arktisforschung verantwortlichen Bundesministerium für Bildung und Forschung, verfolgen weitere Bundesministerien die gegenwärtige Entwicklung der Arktis mit Interesse:

  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft: Fischerei
  • Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit: Umweltschutz
  • Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur: Schifffahrt
  • Bundesministerium für Verteidigung: Sicherheitsfragen
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: mögliche Perspektiven für die deutsche Wirtschaft