Informations- und Kooperationsbüro für die Arktis

Das Deutsche Arktisbüro am Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung fungiert als Informations- und Kooperationsplattform für deutsche Arktis-Akteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Es fördert die Sichtbarkeit des deutschen Engagement in der Arktis auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Deutsche Arktisbüro fungiert als einheitlicher Ansprechpartner für Bundesministerien, Behörden etc. und Anlaufstelle für die deutsche Wirtschaft, berät die Bundesregierung durch wissenschaftliche Begleitung von Positionen zu Arktisfragen, und stärkt die deutsche Beteiligung an den wissenschaftlichen Aktivitäten des Arktischen Rats.

Das Deutsche Arktisbüro initiiert eigene nationale Arktisveranstaltungen mit Partnern aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, und unterstützt die Bundesregierung bei der Vorstellung der deutschen Arktisforschung und -politik bei internationalen Konferenzen.

Das Deutsche Arktisbüro vermittelt konsistent aufbereitete Informationen aus der Forschung für Nutzer aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft und liefert Impulse für die Wissenschaft durch Vermittlung politik-relevanter Fragen an die entsprechenden wissenschaftlichen Institutionen.

Im Jahr 2021 hat die Europäische Union unter dem Titel „Verstärktes Engagement der EU für eine friedliche, nachhaltige und prosperierende Arktis“ eine aktualisierte Arktispolitik veröffentlicht. Das Fact Sheet „EU-Engagement in der Arktis“ erläutert die Hintergründe und Entwicklung der EU-Interessen in der Arktis und liefert eine Zusammenfassung der neuen Arktispolitik. Es zeigt, dass die EU durch Projektfinanzierung einen wesentlichen Beitrag zur Arktisforschung leistet.

8. Dezember 2021, Online

Der 18. Arktisdialog fand am 8. Dezember 2021 als virtuelle Sitzung statt. Der Schwerpunkt der gemeinsam mit dem Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) organisierten Veranstaltung lag auf der Zusammenarbeit mit indigenen Partner.

Der grönländische Eisschild ist mit einer Fläche von rund 1,7 Millionen qkm und einer Mächtigkeit von bis zu 3000 m die größte zusammenhängende Inlandeis-masse der Nordhalbkugel. Welche Rolle spielt der grönländische Eisschild im Klimasystem? Wie schnell bewegt und verändert sich das Eis und welchen Einfluss haben Atmosphäre und Wechselwirkung mit dem Ozean? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das nationale Verbundprojekt GROCE (Greenland Ice Sheet Ocean Interaction), das seit 2017 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert wird.

Die Publikation über die Lebensweise der indigenen Völker der Arktis ist Ergebnis eines Gemeinschaftsprojekt vom Saami Council und dem Deutschen Arktisbüro. Sie beschreibt, wie die arktischen indigenen Völker ihr über Generationen gesammeltes Wissen nutzen, um die Entwicklung ihrer Kulturen und ihre Lebensgrundlage zu sichern und illustriert ihre kreisläufige Lebensweise, bei der die Umwelt nachhaltig genutzt und nicht dominiert wird.

Am 20. Mai wurde das MARE:N Konzeptpapier „Polarregionen im Wandel“ präsentiert und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) übergeben. Das von einem Expertengremium im Auftrag des BMBF erarbeitete Papier stellt in 15 Kapiteln Empfehlungen für die zukünftigen Schwerpunkte der Polar- und Meeresforschung vor.

20. Mai 2021, Reykjavik

Bei der Ministerkonferenz des Arktischen Rats am 20. Mai 2021 wurden die Ergebnisse des isländischen Vorsitzes vorgestellt und der Staffelstab an die Russische Föderation übergeben. Deutschland hat eine Videobotschaft von Außenminister Maas nach Reykjavik übermittelt.

 

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